Franz Josef Wagners Weisheiten (13)

Leider ist es bislang noch keinem Wissenschaftler gelungen, ein Medikament zu erfinden, das Menschen in einen Winterschlaf versetzen kann. Eine ärztlich verordnete Zwangspause für drei bis vier Monate täte dem bald 70-jährigen BILD-Kolumnisten und Kältehasser Franz Josef Wagner bestimmt gut und würde seine Gehirnzellen nachwachsen lassen. Denn bereits am Führergeburtstag 2006 schon vor über sechseinhalb Jahren musste Wagner selbstkritisch eingestehen:

Im Winter schreibt man schlechtere Kolumnen.

Wenn man sich gleich die ersten beiden Sätze von Wagners heutigen Brief an den lieben Schnee durchliest,

(…) eine Schneeflocke ist 0,1 mm groß und wiegt 0,004 Gramm. Wenn sie zu Boden fällt, macht sie das unhörbare Geräusch von 50 Kiloherz. [sic!] (…)

dann möchte man derjenige sein, der Wagner das Medikament verabreicht die Spritze setzt und ihn bis zum Frühlingserwachen auf Eis legt.

Dabei hätte Wagner sich doch nur mal an seinen Schneebrief vom 10.01.2010 erinnern sollen, in dem er fleißig aus der deutschen Wikipedia abgeschrieben hat:

(…) die Durchschnitts-Schneeflocke ist 5mm groß, wiegt 0,004 Gramm und fällt mit 4 km/h vom Himmel (Regen: 20 km/h). Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken bei – 12 Grad feinste Flöckchen Wasser an Kristallisationskeimen (z. B. Staubteilchen) anlagern und dort gefrieren. Mit zunehmendem Gewicht fallen die Eiskristalle dann vom Himmel.

Vor fast drei Jahren war lt. Wagner die Durchschnitts-Schneeflocke also 5mm groß und heute hat sich die Größe um das Fünfzigfache verringert. Das kommt davon, wenn man Eis-/Schneekristalle und Schneeflocken durcheinander wirft. Und die Sache mit dem Kiloher(t)z wird Wagner irgendwann auch (vielleicht) noch begreifen.

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